Betriebshof Senkelbach

 

 

Der eigentlich erste Betriebshof der Augsburger Straßenbahn stand zu Pferdebahnzeiten in der Flurstraße, aber mit der Einführung des elektrischen Betriebes musste man einen neuen Betriebshof bauen. Am Senkelbach entstanden ein Verwaltungsgebäude und eine Wagenhalle, ab 1898 wurden dort die Straßenbahnen abgestellt und gewartet. Aber bereits 1920 musste der Verkehrsbetrieb einen weiteren Betriebshof an der Baumgartnerstraße errichten, der Betriebshof Senkelbach diente fortan nur noch als Depot.

Zu Zeiten des O-Busverkehrs wurden diese Busse auch am Senkelbach abgestellt. Im Krieg erlitt die Wagenhalle schwere Bombenschäden, sie wurde nach Kriegsende vereinfacht wieder aufgebaut. Ab 1964 wurde der Betriebshof stillgelegt, diverse Firmen mieteten sich in den Wagenhallen ein. Als 1995 eine umfassende Modernisierung des Betriebshofs Rotes Tor anstand, wurde die Halle nochmal reaktiviert und diente während des Umbaus den Straßenbahnen als Depot.

Die Freunde der Augsburger Straßenbahn hatten lange gehofft, die Wagenhalle als Straßenbahnmuseum nutzen zu können. Aber die fehlenden Gelder machten einen Kauf und eine Renovierung unmöglich. Die Stadtwerke verkauften dann die Halle an das Autohaus Frey, welcher dort nun ein Automuseum eingerichtet hat. Die Gleise liegen noch sichtbar auf dem Gelände, aber es besteht kein Gleisanschluss an die dort verkehrende Linie 2 mehr.

 

Quellennachweis Bild

 

Sammlung FdAS